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Patienteninformation

1. Wozu dient diese Information?

Im Folgenden informieren wir dich darüber, wie unsere durchsichtigen Zahnspangen (sog. „Aligner“) funktionieren, woraus sie hergestellt werden, welchen Tragekomfort sie haben und welches Ergebnis du erwarten kannst. Ausserdem erfährst du, wie du die Aligner benutzen und pflegen solltest, wie lange eine Behandlung im Durchschnitt dauert und welche potentiellen Risiken beim Tragen auftreten können.


2. Wie funktionieren die Aligner?

Die Aligner dienen der Behandlung von Zahnfehlstellungen. Die Korrektur der Zahnfehlstellung erfolgt dabei in mehreren Schritten, für die jeweils individuell angepassten Aligner angefertigt werden. Der sanfte Druck, der durch die Aligner auf die Zähne und das Gebiss ausgeübt wird, richtet und bewegt die Zähne in die gewünschte Idealposition.


3. Wie lange dauert die Behandlung und welchen Erfolg kannst du erwarten?

Am Anfang der Behandlung besprechen wir mit dir, welche Resultate möglich sind. Allerdings spricht jede Person sehr individuell auf Zahnspangen an – das ist unter anderem von der Zahngesundheit und vom Grad der Zahnfehlstellung abhängig. Wir können dir den Erfolg der Therapie deshalb nicht garantieren. Es ist möglich, dass die Korrektur der Zahnfehlstellung ausbleibt. Damit die Behandlung optimal verläuft, ist es wichtig, dass du die Aligner möglichst bald nach Erhalt einsetzt, dich an den Behandlungsplan hältst und die Aligner jeden Tag mindestens 22 Stunden trägst.

Die Behandlungsdauer ist individuell und hängt besonders vom Grad der Zahnfehlstellung ab. In der Regel dauert die Behandlung 3 bis 12 Monate.

Zur Sicherung und Stabilisierung der erzielten Zahnstellung erhältst du gemeinsam mit den Alignern eine Retainer-Schiene. Diese solltest du nach Abschluss der Behandlung 6 Monate lang jede Nacht tragen und danach mindestens 3 Nächte pro Woche, damit deine Zähne auch in ihrer neuen Position bleiben.

Wenn du die Anweisungen deines bestsmile-Zahnarzts nicht beachtest, die Aligner kürzer als die erforderliche Anzahl Stunden pro Tag trägst, schlechte Mundhygiene hast oder defekte Aligner trägst, kann dies einen Einfluss auf die Behandlungszeit haben und die Qualität des Endergebnisses beeinflussen. Weiter können Medikamente, die du einnimmst, sowie dein allgemeiner Gesundheitszustand einen Einfluss auf die Behandlung haben. Auch ungewöhnlich geformte Zähne können sich auf die Behandlung auswirken. Zum Beispiel können kurze klinische Kronen Probleme mit der Alignerretention verursachen und die Zahnbewegung verlangsamen oder verhindern.


4. Gebrauchs- und Pflegehinweise

Das Kauen, Einnehmen von heissen, säure- oder alkoholhaltigen Getränken oder das Rauchen können die Aligner verformen oder verfärben, weshalb sie vorher rausgenommen werden sollten.

Wenn du zuckerhaltige, trübe Flüssigkeiten oder Essen zu dir nimmst, solltest du im Anschluss die Zähne reinigen, bevor du die Aligner wieder einsetzt.

Spüle die Aligner möglichst jedes Mal ab, wenn du sie herausnimmst – am besten mehrmals pro Tag unter kaltem fliessendem Wasser. Du kannst die Aligner auch sanft mit der Zahnbürste reinigen. Zudem empfehlen wir dir, die Aligner regelmässig in einem speziellen Reinigungsmittel zu baden. Dieses erhältst du in der Apotheke.

Bei mangelnder Reinigung der Zähne und der Aligner steigt das Risiko für Karies, Parodontitis oder Entzündungen des Zahnfleisches.

Knirschen kann die Aligner beschädigen, da die Kaumuskeln beim Knirschen mit stärkerer Beisskraft als beim normalen Kauen arbeiten.


5. Woraus bestehen die Aligner?

Die Aligner bestehen aus dünnem transparentem Kunststoff. Sie werden aus medizinischem PET (Polyethylenterephthalat) / PU (Polyurethane) hergestellt. Sie enthalten keine Weichmacher, sind also frei von Bisphenol A (BPA).


6. Wie komfortabel sind die Aligner?

Das Tragen der Aligner ist im Allgemeinen sehr komfortabel, da sie sehr dünn und jederzeit mühelos herausnehmbar sind.

Leider können wir dir keinen absoluten Tragekomfort garantieren. Trotz allem handelt es sich bei den Alignern um einen Fremdkörper, der auf die Zähne aufgesetzt wird und einen sanften Druck auf sie ausübt. Bitte vereinbare einen Termin mit uns, wenn die Aligner nicht wie gewünscht sitzen. So können wir überprüfen, wie der Tragekomfort verbessert werden kann.


7. Slicing/Stripping

Slicing/Stripping kommt bei moderaten Engständen zum Einsatz. Der Zahnschmelz wird zur Platzbeschaffung minimal abgeschliffen, damit die Zähne in die gewünschte Position gebracht werden können.

Wo der Schmelz wie stark reduziert werden soll, wird durch den 3D-Scan berechnet und im Behandlungsplan festgehalten.

Das Slicing findet bei der Erstanwendung des ersten Aligners statt und wird je nach Menge auch auf die weiteren Aligner (in der Regel die nächsten zwei) aufgeteilt. Der Zahnschmelz wird manuell (Streifen aus Edelstahl) und/oder oszillierend (mit Oscident Strips) abgeschliffen. Die Zwischenräume werden anschliessend poliert und mit Elmex Fluid fluoridiert, damit die Oberfläche des Schmelzes wieder glatt ist und Prädilektionsstellen für Karies vermieden werden.

 


8. Attachments

Attachments sind zahnfarbene Kompositeaufbauten (Knöpfe), die notwendig sein können, um bestimmte Zahnbewegungen effizienter auszuführen. Auch dort, wo aufgrund der anatomischen Zahnform keine ausreichende Kraftübertragung von der Schiene auf den Zahn möglich ist, sorgen Attachments als zusätzlicher Angriffspunkt für eine gezieltere Kraftübertragung, um somit gewünschte Zahnbewegung.

Attachments werden vor dem Start der jeweiligen Behandlung auf die Zähne geklebt und bleiben während der gesamten Alignerbehandlung erhalten. Am Ende werden sie rückstandslos von den Zähnen poliert.

Folgendes gilt es bei der Behandlung mit Attachments zu beachten:

  • Beim Ein- und Ausgliedern der Aligner muss mit mehr Vorsicht gearbeitet werden, um die Attachments nicht abzulösen. Sollte dennoch einmal ein Attachment verloren gehen, kann dies bei einem Kontrolltermin wieder auf den Zahn angebracht werden.
  • Wird während der Alignerbehandlung ein Mundhygienetermin wahrgenommen, müssen die Attachments von etwaigen Polituren ausgespart werden.

9. Risiken und Nebenwirkungen

Wenn du beim Tragen der Aligner Schmerzen hast, oder wenn andere gesundheitliche Probleme auftreten, solltest du die Aligner nicht mehr einsetzen. Bitte nimm bei Problemen sofort Kontakt mit uns auf, damit wir unverzüglich einen Termin vereinbaren können.

Folgende Risiken und Nebenwirkungen können auftreten:

Allgemein:

  • Durch die Aligner wird ein Druck auf deine Zähne ausgeübt, um die Zahnstellung zu verändern. Das kann unter Umständen Schmerzen bereiten oder unangenehm sein. Während der Behandlung kann eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne und der Mundschleimhaut auftreten – insbesondere beim Behandlungsbeginn und beim Übergang von einem Aligner zum nächsten.
  • Es kann sein, dass die Aligner einen kleinen Einfluss auf deine Aussprache haben. Das hält meist aber nur solange an, bis du dich an die Aligner gewöhnt hast. In seltenen Fällen dauert diese Beeinträchtigung auch länger.
  • Die Aligner können einen erhöhten Speichelfluss oder Mundtrockenheit auslösen. Bestimmte Medikamente können dies verstärken.
  • Bei unsorgfältiger oder mangelnder Mundhygiene und Pflege der Aligner können unter anderem Karies, Parodontitis, Dekalzifikation (permanente Zahnmarkierung) oder Zahnfleischentzündungen auftreten.
  • Wunden und Reizungen der Weichteile des Mundes (Zahnfleisch, Wangen, Zunge und Lippen) sind möglich, aber selten.
  • Allergische Reaktionen auf das Material der Aligner sind selten, können aber vorkommen.
  • Das Tragen von Alignern kann die Zahngesundheit beinträchtigen und die Lebensdauer der Zähne verkürzen. In seltenen Fällen können zusätzliche Zahnbehandlungen wie endodontische Behandlungen oder andere restaurative Behandlungen erforderlich sein. In äusserst seltenen Fällen können einzelne Zähne verloren gehen.
  • Wurzelresorptionen (Verkürzungen) können auch im natürlichen, unbehandelten Gebiss auftreten, sind jedoch vor allem eine regelmäßige Begleiterscheinung kieferorthopädischer Behandlungen. Zum Teil werden die Wurzelresorptionen wieder repariert, grössere Defekte bleiben jedoch auch nach der Behandlung bestehen. Die meisten Wurzelresorptionen sind so klein, dass sie im Panoramaröntgenbild nicht wahrnehmbar sind und nie im Leben durch irgendwelche Schadfolgen auffallen. Bei etwa 20% der mit Zahnspangen behandelten Patienten sind bei genauem Nachsehen Veränderungen im Panoramaröntgenbild zu erkennen. Diese werden jedoch nur sehr selten im späteren Leben bedeutsam. Zahnverluste durch Wurzelresorptionen sind denkbar, aber extrem selten.
  • Bestehende Zahnrestaurationen wie Kronen und Brücken können durch das Tragen der Aligner beeinträchtigt werden. Beispielsweise können sie sich lösen, wodurch sie neu zementiert oder ersetzt werden müssen. Bitte informiere deinen bestsmile-Zahnarzt, falls du einen Zahnersatz erhalten solltest, da dieser einen Einfluss auf die Passgenauigkeit der Aligner haben kann.
  • Da die Aligner im Mund getragen werden, ist es möglich, dass sie, oder Teile davon, versehentlich verschluckt oder aspiriert werden. Um dies zu vermeiden, sollten der Zustand der Aligner regelmässig überprüft und beschädigte Aligner sofort ausgetauscht werden.
  • Zahnlücken erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Aligner brechen. Im Falle eines Bruchs solltest du deinen bestsmile-Zahnarzt so schnell wie möglich kontaktieren, um den Aligner zu ersetzen.
  • In seltenen Fällen können Probleme im Kiefergelenk auftreten, die Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenprobleme oder andere Beschwerden verursachen. Informiere deinen bestsmile-Zahnarzt sofort über solche Probleme.
  • Beim Röntgen der Zähne sind die damit einhergehenden Risiken zu beachten.

Stripping/Slicing:

  • Die Reduktion des Zahnschmelzes kann zu Überempfindlichkeit der Zähne, einer erhöhten Kariesdisposition und einer erhöhten Anhaftung von Plaque führen.
  • Durch die Verschmälerung des interradikulären Raumes kann es zu einer erhöhten Anfälligkeit für Parodontopathien kommen.

Attachments

  • Attachments können temporär die Harmonie beim Zusammenbeissen beeinträchtigen.
  • In Ausnahmefällen wird beim Entfernen eines Attachments auch etwas gesunder Zahnschmelz weggeschliffen.
  • Es ist möglich, dass die Attachments, oder Teile davon, versehentlich verschluckt oder aspiriert werden.
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