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Bruxismus - das nächtliche Zähneknirschen

Wer mit den Zähnen knirscht oder sie stark zusammenpresst, riskiert Schäden an Zähnen, Kiefer und Kaumuskulatur.

Bruxismus Zähneknirschen

Knirschen

Das typische Zähneknirschen wird fast ausschliesslich im Schlaf ausgeübt. Dabei führen Ober- und Unterkiefer gegeneinander reibende Bewegungen aus. Daraus entsteht das charakteristische Knirschgeräusch. Der Kaudruck wird beim Knirschen bis zum Zehnfachen erhöht. In extremen Fällen kommt es zu 40-minütigen Dauerbelastungen.

Werden die Zähne mit starkem Druck gegeneinander gerieben, wird die Zahnsubstanz schrittweise abgebaut (Abrasionen) und die Zähne nachhaltig geschädigt. Ausserdem werden die Kiefergelenke sowie Kaumuskeln strapaziert und verspannen sich schmerzhaft.

Bruxismus-Patienten leiden oft auch unter Zahnlockerungen, Zahnfleischentzündungen, Myoarthropathie (Kaufunktionsstörung), Kopf- und Nackenschmerzen, Sehstörungen, Tinnitus bis hin zu Skoliose und Beckenschiefstand.

Pressen

Das Kieferpressen sowie Lippen- und Zungenpressen werden von den Betroffenen meist im Wachzustand ausgeführt. Es gibt auch Fälle, in denen Kau- und Beissbewegungen ausgeführt werden. Der Druck der Kiefer ist dabei ähnlich hoch wie beim Knirschen und die Schäden sind ebenfalls vergleichbar.

Aufbissschiene/ Michiganschiene

Vielen ist sie als Knirschschiene bekannt: Die Aufbiss- bzw. Michiganschiene. Die Kunststoffschiene wirkt wie ein schützender Überzug auf den Zähnen. Sie kann das Pressen und Knirschen zwar nicht direkt verhindern, aber da sie weicher ist als der Zahnschmelz, wird dieser beim Knirschen nicht mehr zerstört.

Die Knirschschiene besteht aus PET und ist circa 1 mm dick. Dadurch wird die Ruhelage des Kiefers verändert, was zur Entspannung der Kaumuskeln beitragen und in manchen Fällen das Pressen und Knirschen unterbinden kann. Die Schiene kann entweder für den Oberkiefer oder Unterkiefer angefertigt werden.

Die Herstellung der Aufbissschiene erfolgt ähnlich der Herstellung eines Aligners. Beim Zahnarzt wird ein schmerzloser 3D-Scan des Zahnbogens angefertigt. Anhand des Scans wird ein Zahnmodell 3D-gedruckt und dieses anschliessend mit einer PET-Folie überzogen. Die Folie nimmt die Zahnform exakt an und passt dann genau auf die Zähne des Patienten, um diese optimal zu schützen.

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Ursachen des Bruxismus

Zu den Ursachen, welche das Knirschen und Pressen auslösen, gehören zum Beispiel Zahnfehlstellungen und schlechte Füllungen. Dadurch können sich neue Bewegungsmuster entwickeln, welche zum Knirschen führen. Diese Ursachen können durch erfahrene Zahnärzte leicht erkannt und behoben werden.

Andere häufige Ursachen sind Schlafstörungen, Angstzustände, Rauchen, Konsum von Alkohol oder Drogen, Gebrauch bestimmter Medikamente, psychische und neurologische Erkrankungen. Diese klar abzugrenzen ist oft selbst für Fachleute schwer. Angstzustände können zum Beispiel Schlafstörungen auslösen und diese Angstzustände können wiederum durch Drogenkonsum hervorgerufen werden.

Die häufigste Ursache ist ein sehr stressreiches Leben. Zweifel, Aggressionen und Ängste werden dann nicht nach aussen getragen und nicht bewältigt. Stattdessen werden die Emotionen nach innen gerichtet. Oft bestehen Probleme am Arbeitsplatz, finanzielle Sorgen oder familiäre Probleme. Betroffene bauen diesen Stress dann häufig unbewusst durch Beissen und Knirschen ab.

Was kann Bruxismus heilen oder lindern?

  • Knirschschiene
  • Physiotherapie
  • Psychotherapie
  • Medikamente
  • Botox
  • Selbsthilfe mit Entspannungs- und Massageübungen

So vielseitig wie die Ursachen sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Um die passende Behandlung auszuwählen, sollte die Ursache des Bruxismus durch einen Facharzt ermittelt werden. Medikamente sowie Botox können die Kiefermuskeln nur temporär entspannen. Aufbissschienen können die Kiefer-Ruhelage korrigieren und die Zähne schützen.

Da die Ursachen oft in Stress, Depression, Angst oder anderen psychischen und neurologischen Erkrankungen liegen, kann meist nur eine begleitende Therapie den Bruxismus wirklich heilen. Welche Art der Therapie zu empfehlen ist, muss ebenfalls ganz individuell durch einen Mediziner festgestellt werden. Ist die Ursache eher somatischer Natur, kann eventuell eine Massagetherapie oder eine Zahnkorrektur helfen. Liegen jedoch psychische Belastungen vor, können diese am besten mit Psychotherapie behandelt werden.

bestsmile Relax Retainer

bestsmile verfügt über erfahrene Zahnärzte und nutzt modernste Technik, um Patienten kieferorthopädisch zu behandeln. Bereits bei über 10'000 Patienten wurden erfolgreiche Zahnkorrekturen mit dem bestsmile Aligner durchgeführt. Das neuste Produkt bei bestsmile ist der Relax Retainer. Dabei handelt es sich um eine in der Schweiz hergestellte Aufbissschiene zur Behandlung von Bruxismus. Wenn du unter Zähneknirschen leidest, beraten dich unsere Experten gerne zu einer möglichen Behandlung. Unsere Praxen findest du schweizweit, auch in deiner Nähe.

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